ERFOLGREICHE JAHRE

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Am 14. Dezember 1906 wurde die neue Straßenbahnstrecke landespolizeilich abgenommen. Die Eröffnung und die Aufnahme des Verkehrsbetriebes wurden am 20. Dezember 1906 gefeiert.

Die Linie begann in Sodingen am Amtshaus. Über die heutige Kantstraße wurden die Straße „Auf dem Rohde“ und der Betriebshof erreicht. Weiter ging es über die Mont-Cenis-Straße nach Herne. Im Stadtgebiet folgte die Strecke der Schul-, Heinrich-, Neu- und Brunnenstraße. Die Endstelle lag am Bahnübergang der Zeche Shamrock. Die Linienlänge betrug 4,2 Kilometer.

VERLÄNGERUNG NACH CASTROP

Die neue Straßenbahnverbindung wurde gut angenommen. Die Gesellschafter versuchten daraufhin im Sommer 1907, auch das benachbarte Castrop als Gesellschafter zu gewinnen. Ziel war eine durchgehende Verbindung bis zum Münsterplatz in Castrop.

Im Sommer 1909 wurden die Stadt Castrop und die Gemeinde Börnig in die Gesellschaft aufgenommen. Nunmehr trugen Herne 50 Prozent, Castrop 20 Prozent, Sodingen 20 Prozent und Börnig 10 Prozent der Anteile. Das Unternehmen wurde in Straßenbahn Herne – Sodingen – Castrop umbenannt.

Das rund vier Kilometer lange Streckenstück von Sodingen nach Castrop wurde am 13. Juli 1910 landespolizeilich abgenommen und zwei Tage später, am 15. Juli 1910 dem öffentlichen Verkehr übergeben.

Die überwiegend eingleisige Strecke lag von Sodingen kommend überwiegend auf der rechten (südlichen) Straßenseite. Die Strecke folgte von Sodingen zunächst der Kirchstraße bis in die Gemeinde Börnig. Von dort verlief sie auf der Castroper Straße, passierte die Siedlung Teutoburgia (errichtet durch die 1909 abgeteufte Schachtanlage Teutoburgia) und erreichte schlielich die Grenze nach Castrop. In Castrop wird die Castroper Straße zur Herner Straße. Über diese erreichte die Straßenbahn die Endstelle Münsterplatz in Castrop.

Die Streckenlänge betrug nunmehr 8,8 Kilometer.

PARTNERSCHAFTLICH UNABHÄNGIG

1912 regte die Stadt Herne an, der von mehreren Kommunen im östlichen Ruhrgebiet am 15. Mai 1912 gegründeten Westfälischen Straßenbahn GmbH beizutreiten. Die Gemeinden Sodingen und Börnig unterstützten das nicht.

Zugleich sah man in der Westfälischen Straßenbahn GmbH kein konkurrierenden Wettbewerber. Eher ein unternehmen, mit dem man sich partnerschaftlich verbunden fühlte. Im Interesse eines einheitlichen Auftritts gegenüber den Fahrgästen, wurde für die Straßenbahnlinien von Herne nach Castrop in Abstimmung mit der Westfälischen Straßenbahn GmbH das Liniensignal „B“ eingeführt.

Das Streckenstück zur Zeche Shamrock wurde am 2. August 1914 wegen Unrentabilität eingestellt. Zuvor vereinbarte man mit der gesellschaftsrechtlich nach wie vor eigenständigen Straßenbahn Bochum – Herne eine Mitbenutzung der Gleise zum Bahnhof Herne. Dort erhielt die Straßenbahn Herne – Sodingen – Castrop eine eigene Endstelle. Auf den gemeinschaftlich genutzten Gleisen in der Bahnhofstraße war jedoch den Wagen der Straßenbahn Bochum – Herne Vorfahrt zu gewähren.