HERNER IN GELSENKIRCHEN

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Auf den Gemeinschaftslinien wurden die Wagen aller Gesellschaften eingesetzt. Die Wagen der Linien 3 und 5 wurden von den Betriebshöfen Gelsenkirchen der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn und Eickel der Westfälischen Straßenbahn gestellt, die der Linie C vom Betriebshof Gerthe der Westfälischen Straßenbahn.

Historische Aufnahmen belegen, dass auf der Linie 3 in späteren Jahren hinter Triebwagen der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG auch Beiwagen der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel mitgeführt wurden. Ob die Beiwagen für diesen Verkehr nur ausgeliehen waren oder ob sich das Unternehmen durch die Bereitstellung der Beiwagen „offiziell“ am Gemeinschaftsverkehr beteiligte, ist aus den bislang ausgewerteten Quellen nicht ersichtlich (siehe „Herner Fahrzeuge“ / „Herne – Castrop-Rauxel“).

Eine dieser Aufnahmen erschien als Postkarte des Reichsbundes Deutscher Papier- und Schreibwarenhändler (Sammlung Ludwig Schönefeld). Sie sehen wir in diesem Kapitel als Titellbild.

Der Regierungspräsident in Arnsberg genehmigte den umfangreichen Gemeinschaftsverkehr erst einige Monate nach dessen Aufnahme. Die Genehmigungsurkunde wurde am 30. Juli 1925 ausgestellt.

Der Gemeinschaftsverkehr der Westfälischen Straßenbahn GmbH mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG hatte auf der Linie 5 bis zum 30. Oktober 1928 und auf der Linie 3 bis zum 12. März 1931 Bestand. Der Gemeinschaftsverkehr auf der Linie C zwischen Gerthe und Recklinghausen mit der Vestischen Kleinbahnen GmbH wurde am 1. April 1930 bis Recklinghausen-Süd verkürzt. Anfang 1932 wurde der Gemeinschaftsverkehr ganz eingestellt.

ABSCHLUSS

Die enge Zusammenarbeit der Verkehrsunternehmen während des Gemeinschaftsverkehrs trug dazu bei, dass zwischen 1926 und dem Jahresende 1931 die Streckenführung auch im südlichen Bereich der Innenstadt optimiert werden konnte.

Diese „zweite Ausbaustufe des Gemeinschaftswerkes der Straßenbahnen“, so bezeichnet von Dr. Heinz-Otto Sieburg und Dr. Leo Reiners im 1956 erschienenen Jubiläumsband zum 50jährigen Bestehen der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel, begann 1926 mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke dieser Gesellschaft in der Mont-Cenis-Straße zwischen der Einmündung der Stammstraße in Herne und dem Betriebshof in Sodingen (Ausweiche Möller) sowie zwischen der Gemeinde Börnig und der Falkschule.

Im Laufe des Jahres 1931 wurde die Bahnhofstraße zwischen dem heutigen Robert-Brauner-Platz und der evangelischen Hauptkirche zweigleisig ausgebaut. Gleichzeitig wurde die Straßenbahntrasse in die Straßenmitte verschoben. Dafür wurde die Straßenfläche von 7,50 auf 12 Meter verbreitert. Die ursprünglich vorhandenen Straßenbäume wurden gefällt, die 7 Meter breiten Bürgersteige wurden auf 2,25 Meter reduziert. – Heute hätte man in diesem Punkt sicher anders entschieden.

Am 6. November 1931 wurden die neuen Gleise in der Bahnhofstraße für alle in Herne verkehrenden Gesellschaften freigegeben. Die 1921 vereinbarte Vorfahrtsregelung hatte weiter Bestand.

Die Gleisverbindung von der Hauptkirche über die Schul- und Vinckstraße blieb als Betriebsstrecke erhalten. Sie wurde später aufgegeben. Die Gleise blieben bis in die Nachkriegszeit liegen. Der U-Bahn-Bau in Herne führte in den 1970er-Jahren zu einer Reaktivierung der Trasse.