NACHKRIEGSZEIT

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Am 1. April 1926 ging aus der Stadt Castrop und den Gemeinden des Amtes Rauxel die neue Stadt Castrop-Rauxel hervor. Die Straßenbahn änderte ihren Namen zeitgleich in Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel. Auf den Seitenwänden der Straßenbahnwagen, die niemals Werbung trugen, wurden jetzt die Wappen der Städte angebracht.

Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Ausbau der Straßenbahnstrecken in der Herner Innenstadt baut die Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel ihre Strecke in der Mont-Cenis-Straße zwischen der Einmündung der Stammstraße in Herne und dem Betriebshof in Sodingen (Ausweiche Möller) zweigleisig aus. Ein weiteres zweigleisiges Streckenstück entsteht zwischen der Gemeinde Börnig und der Falkschule im Verlauf der Castroper Straße.

Zu diesem Zeitpunkt erreichte die Straßenbahnstrecke ihren Zenit: Von 8,8 Kilometern waren 3,6 Kilometer zweigleisig und 5,2 Kilometer, überwiegend zwischen Sodingen und Castrop, eingleisig.

Nach der Übernahme der Westfälischen Straßenbahn GmbH durch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG zum 1. Januar 1938 erhielt die Straßenbahnstrecke die in beiden beteiligten Städten noch nicht besetzte Bezeichnung „Linie 1“.

Ein Jahr später wurden zur Bewältigung des gestiegenen Verkehrs vier Triebwagen von der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG übernommen. Sie stammten ursprünglich von der Kommunalen Straßenbahn-Gesellschaft Landkreis Gelsenkirchen und waren bereits im Güterverkehr der Westfälischen Straßenbahn GmbH mehrfach zuvor auf dem Netz der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel im Einsatz.

Um dem Personalmangel durch Einberufungen zum Zweiten Weltkrieg zu begegnen, wurden im November 1939 erstmals Frauen für den Einsatz als Schaffnerin in die Belegschaft aufgenommen.

Am 31. März 1945 mußte der Betrieb aufgrund der Kriegsereignisse eingestellt werden. Zwei Triebwagen waren als Bau von Panzersperren verwendet worden. Sie wurden zerstört, behinderten aber auch den Straßenbahnverkehr.

Am 8. Juni 1945 ist die Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel der erste Betrieb im mittleren Ruhrgebiet, der den Linienverkehr wieder aufnehmen kann – zunächst zwischen der Schule an der Mont-Cenis-Straße in Herne und dem Amtshaus in Sodingen. Wenig später, am 16. Juni 1945 war auch die Strecke nach Castrop wieder betriebsbereit. Am 10. August 1945 war die Gesamtstrecke zwischen dem Bahnhof in Herne und dem Münsterplatz in Castrop wieder befahrbar.

Nach der Beschaffung neuer und gebrauchter Straßenbahnwagen kam es zu einem kurzen Aufschwung des Straßenbahnverkehrs.