VESTISCHE STRASSENBAHNEN

DIESE WEBSITE BEFINDET SICH IM AUFBAU.
TEXTE UND FOTOS WERDEN FORTLAUFEND EINGESTELLT.


Am 2. Juni 1923 wurde die Betriebsführung von den Anteilseignern an die Vestische Kleinbahnen GmbH übergeben. In den folgenden Jahren wurde die Strecke durchgehend zweigleisig ausgebaut. Das Streckenstück nördlich des Betriebshofes bis zur Zeche General Blumenthal blieb bis zur Einstellung des Straßenbahnbetriebes als Überlandstrecke erhalten.

GEMEINSCHAFTSVERKEHR

Im Zusammenhang mit dem Aufbau weitläufiger Gemeinschaftsverkehr im mittleren Ruhrgebiet vereinbarten die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG und die Straßenbahn Herne – Recklinghausen ab dem 15. November 1927 einen Gemeinschaftsverkehr zwischen Herne und Hattingen. Die Fahrzeuge der Straßenbahn Herne – Recklinghausen fuhren dabei als Linie 8 a bis zum Bahnhof Bochum-Süd.

Am 20. Juni 1928 wurde dieser Gemeinschaftsverkehr im Norden bis Recklinghausen ausgeweitet. Damit erreichte jetzt auch die von der Bochum-Gelsenkirchener Strassenbahnen AG betriebene Linie 8 den Hauptbahnhof in Recklinghausen.

Die von der Straßenbahn Herne -Recklinghausen betriebene Linie 8 a erhielt 1938 die Linienbezeichnung 18.

Das Beitragsbild, eine Postkarte aus dem Verlag Hermann Lorch, Dortmund, aus dem Frühjahr 1932 zeigt einen Triebwagen der Straßenbahn Herne – Recklinghausen auf der Fahrt von Recklinghausen nach Bochum (Sammlung Ludwig Schönefeld).

VERKAUF AN DIE VESTISCHE

Am 28. Oktober 1939 wurden Anlagen und Fahrzeuge an die Vestische Kleinbahnen GmbH verkauft. Die 80 Beschäftigten des Unternehmens wurden übernommen. Die Gesellschaft wurde daraufhin aufgelöst. Der Betriebshof an der Bochumer Straße wurde stillgelegt. Die Gebäude wurden in den folgenden Jahren weiterhin durch das Gaswerk genutzt. Im Volksmund erhielt sich über Jahrzehnte die aus den ersten Jahren der Straßenbahnzeit stammende Bezeichnung „Kraftstation“.

Im Dezember 1939 wurde auch der Gemeinschaftsverkehr mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG eingestellt.

BRÜCKENSPRENGUNG

Die Sprengung der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal führte zur Einstellung der Direktverbindung von Herne nach Recklinghausen. Am 4. Oktober 1945 konnte die Linie jedoch wieder in Betrieb genommen werden, nachdem die britische Armee eine Behelfsbrücke der Bauart Bailey errichtet hatte.

Am 1. März 1950 wurde auch der Gemeinschaftsverkehr mit der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG wieder aufgenommen. Partner war jetzt die am 7. Februar 1940 aus der Vestischen Kleinbahnen GmbH hervorgegangene Vestische Straßenbahnen GmbH. Zugleich wurde der Gemeinschaftsverkehr im Süden über Hattingen nach Blankenstein – als Linie 8 – und Dahlhausen – als Linie 18 – ausgeweitet. Dabei kamen auf der Linie 8 ausschließlich Bochumer Straßenbahnwagen zum Einsatz, während die Vestischen Straßenbahnen die Linie 18 mit ihren Fahrzeugen verstärkte.

Im Jahresverlauf 1951 wurde der Gemeinschaftsverkehr aufgrund des Neubaus der Brücke über den Rhein-Herne-Kanal unterbrochen. Am 8. Mai 1955 war die Brücke fertiggestellt.

Zu weiteren, kurzfristigen Unterbrechungen sollte es während des U-Bahn-Baus in Herne kommen.

ZUR UNIVERSITÄT

Am dem 29. Mai 1979 verkehrte die Gemeinschaftslinie in Bochum nicht mehr zum Bahnhof Dahlhausen sondern zur Ruhr-Universität und zur Endstelle Hustadt. Die Linie erhielt die Liniennummer 5, nach der Gründung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr dann die Nummer 305.

Grund für die Änderung des Linienweges war die Eröffnung des Stadtbahn-Vorlaufbetriebes zwischen Bochum Hauptbahnhof und Hattingen / Dahlhausen als Linie 8/18.

Am 10. Juni 1981 zeichnete sich die Einstellung des Straßenbahnverkehrs bei der Vestischen Straßenbahnen GmbH ab. An diesem Tag wurde die Wendeschleife am Bahnhof Recklinghausen stillgelegt. Unmittelbar darauf wurden die Gleise demontiert.

Am 4. Oktober 1982 stelle die Vestische Straßenbahnen GmbH den schienengebundenen Nahverkehr vollständig ein. Die Line 305 wurden zwischen Herne und Recklinghausen durch die Omnibuslinie 205 ersetzt. Der Wagenpark der Vestischen Straßenbahnen GmbH wurde überwiegend in die nordfranzösische Metropole Lille verkauft.