VON 1950 BIS HEUTE

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FÜNFZIGER JAHRE

In den späten 1920er-Jahren wird auf der Trasse des alten Parallelweges zwischen der Einmündung der Gelsenkirchener Straße und dem Hauptbahnhof Wanne-Eickel eine neue Straße angelegt. Sie erhält in Fortführung der östlich des Bahnhofs verlaufenden Herner Straße den Namen Herner Straße. Inzwischen hat der Straßenzug den Namen Berliner Straße erhalten.

Im Vorgriff auf einen weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes in Wanne-Eickel erhält die neue Straße einen doppelgleisigen Bahnkörper. Dieser bleibt jedoch ein Torso. Spätestens Anfang der 1950er-Jahren werden die Gleise entfernt. Auf zeitgenössischen Postkarten ist die Trasse Anfang der 1960er-Jahre nurmehr als frischer Teerstreifen zu erkennen.

Die viergleisige Endstellenanlage am Bahnhof bleibt bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erhalten. In einem ersten Umbau Anfang der 1950er-Jahre wird das nördliche Doppelgleis zu einem einfachen Gleis zurückgebaut.

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Brücke wurde Anfang 1950 durch einen Neubau ersetzt. Dabei wurde von Anfang an ein zweites Gleis eingebaut. Es begann im Norden an der Zufahrt zum Ladekai des Westhafens, führte über die Brücke und mündete dann über eine Bogenweiche in die bestehende, eingleisige Strecke in der Dorstener Straße.

Am 29. April 1950 wurde die Brücke für den Straßenbahnverkehr in Betrieb genommen. Zwischen dem Kriegsende und der Brückenöffnung waren die im abgeschnittenen Wanner Streckenteil verbliebenen Fahrzeuge der Vestischen Straßenbahnen GmbH wurden im Betriebshof Eickel der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG untergebracht. Von diesem gab es über das Gleisdreieck in Eickel II (Dorstener Straße) eine Verbindung für das Ein- und Ausrücken der Vestischen Pendelwagen.

SECHZIGER JAHRE

Anfang der 1960er-Jahre wurde der Bahnhofsvorplatz in Wanne-Eickel erneut umgebaut. Mit der Einstellung der Linie 16 (Wanne-Eickel Hautbahnhof – Eickel II, Dorstener Straße) am 3. August 1955 war eine Linie weggefallen. Die Gleisanlage am Bahnhof konnte dadurch nochmals reduziert werden und war nunmehr nur noch doppelgleisig.

Die Stumpfgleise in der Friedhofstraße und in der östlichen Herner Straße (Reststück der Linie 16) wurden zurückgebaut. Rund um den östlich des Bahnhofs errichteten Hochbunker entstand eine Wendeschleife mit zwei Wartegleisen „hinter“ dem Bunker. Die Schleife bot darüber hinaus Platz für wartende Omnibusse.

Die Gleisverlegung am Bahnhof ermöglichte jetzt auch die Anlage eines neuen Busbahnhofes im Stil der 1960er-Jahre – mit Busbahnsteigen für die verschiedenen Linien.

Parallel dazu wurde das zur Amtmann-Winter-Straße durch die Grünanlage verlaufende Doppelgleis an die Südseite der Grünanlage verlegt und über die Straße Am Buschmannshof zur Hauptstraße (ehemalige Bahnhofstraße) geführt. Dadurch entstand Raum für einen zunächst als Grünanlage geplanten innerstädtischen Platz. Dieser wurde jedoch bereits kurze Zeit später als Parkplatz genutzt.

Die Anfang 1960 begonnenen Arbeiten zogen sich hin – vor allem weil die benötigten Gleise und die neuen Weichen nicht rechtzeitig geliefert wurden. Am 29. April 1961 wurde die neue Streckenführung in Betrieb genommen.

Die Trasse zwischen dem Hauptbahnhof Wanne-Eickel und der Haltestelle Am Buschmannshof wird bis heute genutzt. Die Haltestellenanlage am Buschmannshof wurde in den letzten Jahren grundlegend modernisiert.

Während sich Anfang der 1960er-Jahre die Straßenbahnen in der doppelgleisigen Endestelle am Bahnhof gegenseitig behinderten, ist die Anlage heute für den Straßenbahnverkehr vollkommen ausreichend:

Am 1. Februar 1963 fährt letztmalig die Linie 4 der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG von Gelsenkirchen nach Wanne-Eickel.

Am 16. August 1970 folgt die Einstellung der Linie 1 der Vestischen Straßenbahnen GmbH zwischen Wanne-Eickel und Herten.

HEUTE

Heute verkehrt neben zahlreichen Omnibuslinien allein die Straßenbahnlinie 306 der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG schienengebunden auf dem Gebiet der ehemaligen Stadt-Wanne-Eickel.