BAHNHOFSTRASSE

DIESE WEBSITE BEFINDET SICH IM AUFBAU.
TEXTE UND FOTOS WERDEN FORTLAUFEND EINGESTELLT.


In einem ersten Bauabschnitt wurde die Strecke der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG von der bisherigen Endstelle in Höhe der Einmündung der Dammstraße zweigleisig durch die Unterführung zum Bahnhofsvorplatz geführt. Dort erfolgte der Anschluss an die Strecke der Straßenbahn Herne – Recklinghausen, die bis hinter der Einmündung der Bismarckstraße doppelgleisig ausgebaut wurde.

Die Strecke der an die Westfälische Straßenbahn verpachteten Kommunalen Straßenbahn-Gesellschaft Landkreis Gelsenkirchen, die bisher die Straßenbahn Herne – Recklinghausen gekreuzt hatte und dann bis zur Dornstraße parallel in der Strünkeder Straße (heute Bahnhofstraße) verlief, wurde an der Bismarckstraße mit einem doppelgleisigen Abzweig angebunden.

Die Westfälische Straßenbahn GmbH, deren Direktor Paul Müller sich unentwegt für eine Zusammenarbeit der Verkehrsbetriebe im mittleren Ruhrgebiet engagiert, hatte bereits 1919 vor dem neuen Herner Bahnhof eine doppelgleisige Endstellenanlage mit 600 Metern Gleislänge gebaut. Diese wurde jetzt an die Bahnhofstraße angeschlossen. Zugleich übernahm die Westfälische Straßenbahn GmbH die Kosten für einen doppelgleisigen Abzweig von der Strünkeder Straße in die Friedrichstraße, für die Linie von Gerthe nach Röllinghausen.

Auf der südlichen Bahnhofsseite wurde der zweigleisige Abschnitt von der Einmündung der Dammstraße bis in Höhe des heutigen Robert-Brauner-Platzes weitergefürt. In Höhe der evangelischen Hauptkirche entstand ein weiteres, kurzes zweigleisiges Streckenstück in der Bochumer Straße sowie eine Verbindung im Steinweg.

Damit konnten die Straßenbahnstrecken wie folgt durch die Herner Innenstadt geführt werden

Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG: Aus Bochum über den Steinweg, die Schul- und Vinckestraße zum Bahnhof. Vom Bahnhof über die Bahnhofstraße nach Bochum.

Straßenbahn Herne – Sodingen – Castrop: Aus Castrop über die Mont-Cenis-Straße, die Schul- und Vinckestraße zur Endstelle am Bahnhof Herne. Vom Bahnhof Herne über die Bahnhofstraße und die Mont-Cenis-Straße nach Castrop.

Straßenbahn Herne – Recklinghausen: Von Recklinghausen über die Strünkeder Straße und die Bahnhofstraße bis zur „Endstelle“ an der Weiche in der Bahnhofstraße. Diese wurde zum Umsetzen der Wagen benutzt.

Westfälische Straßenbahn GmbH: Aus Gerthe über die Wiescher-, Schul- und Vinckestraße zum Bahnhof und von dort über Strünkeder- und Friedrichstraße nach Horsthausen und Röllinghausen. Von Röllinghausen über die Friedrich-, Strünkeder- und Bahnhofstraße sowie über die neue Verbindung im Steinweg zur Wiescherstraße.

Westfälische Straßenbahn GmbH: Aus Wattenscheid und Eickel von der Bismarckstraße über die Strünkeder Straße zum Bahnhof und von dort über einen Gleiswechsel in der Strünkeder Straße auf gleichem Weg zurück.

In gleicher Reihenfolge war das Vorfahrtsrecht in Herne geregelt. Am 21. Dezember 1921 wurde die Strecke in der Bahnhofstraße abgenommen. Noch am gleichen Tag konnteder Gemeinschaftsverkehr in Herne aufgenommen werden.

Aus Anlass der Abnahme der Gemeinschaftsstrecke in der Bahnhofstraße baten die Handwerker, die für den Gleisbau und die Installation der Oberleitung verantwortlich waren, den offiziellen Fotografen um eine Gruppenfoto. Einen Abzug dieses Erinnerungsbildes habe ich vor vielen Jahren für meine Sammlung von Charlotte Ewald erhalten.