NACH BAUKAU

Mit den Bauarbeiten wurde zügig begonnen. Als Bauhof diente das Betriebshofgelände in Eickel. Vermutlich wurde der Streckenbau parallel in Richtung Baukau und Günnigfeld / Wattenscheid vorangetrieben.

Vom Betriebshof in Eickel lief die Trasse zunächst über die Hordelerstraße und daran anschließend über die Bismarck- und Rainerstraße zum Wilhelmplatz (heute Sankt-Jörgen-Platz). Über die Wilhelmstraße (heute Auf der Wenge) wurde der Marktplatz in Eickel erreicht. Dabei lag das Gleis grundsätzlich auf der nördlichen Straßenseite. Eine stark frequentierte Haltestelle lag später auf diesem Streckenstück am Evangelischen Krankenhaus (Verlag Cramers Kunstanstalt, Dortmund – Sammlung Ludwig Schönefeld).

Nach der Kreuzung des Streckengleises der Bochumer Linie 6 (Bahnhof Bochum Süd – Wanne, Kaiserhof) am Eickeler Markt folgte in der Königstraße die erste Ausweiche.

ZUR DORNEBURG

Im Verlauf der Königstraße wurde das Gleis auf der südlichen und später südöstlichen Straßenseite bis zur Gaststätte „Dorneburg“, deren stattliches Gebäude wir auf dem nächsten Streckenbild auf der rechten Seite sehen, weitergeführt (Bildarchiv der Stadt Herne).

Links und im Bild nicht sichtbar befand sich das aus einem Herrenhaus und verschiedenen landwirtschaftlich genutzten Gebäuden bestehende Haus Dorneburg. Das ehemalige Rittergut befand sich zur damaligen Zeit im Besitz der Bergwerksgesellschaft Hibernia. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude stark zerstört. Anfang der 1950er-Jahre wurden die Reste abgebrochen und durch eine moderne Wohnbebauung ersetzt.

VON HOLSTERHAUSEN NACH BAUKAU

Die südliche Gleislage wurde im folgenden, über die Bielefelder Straße laufenden Streckenabschnitt bis zum Gemeindegasthaus in Holsterhausen beibehalten. Nach der Kreuzung der Dorstener Chaussee in einer langgezogenen S-Kurve vor dem Gasthof „Zur Post“ folgte in der anschließenden Friedrichstraße (heute Weiterführung der Bielefelder Straße) in Höhe der Einmündung der Horststraße eine weitere Ausweiche für den 10-Minuten-Verkehr.

Wenige Meter hinter der Ausweiche bog die Trasse nach Norden in die Mittelstraße (heute Juliastraße) ab. Weiter ging es über die damalige Baukauer Straße bis zur Gemeindegrenze nach Baukau. Dort hieß die Fortsetzung der Baukauer Straße nach dem benachbarten Bergwerk Juliastraße.

Zur Bewältigung der Kreuzung mit der stark befahrenen Cöln-Mindener Eisenbahn konnte am Übergang von der Julia- zur Bismarckstraße noch rechtzeitig vor der Eröffnung der Straßenbahnlinie eine neue Eisenbahnüberführung fertiggestellt werden. Diese sehen wir hier auf dem Beitragsbild (Siemens Historical Institute). Triebwagen 14 steht in Fahrtrichtung Höntrop auf der Nordseite der Überführung vor der Restauration von Wilhelm Koop. Heute ist dieser Ort vom Autobahnkreuz Herne überbaut.

Kurz vor der Unterführung lag auf der südlichen Seite die Ausweiche „Zeche Julia“. Im Verlauf der Bismarckstraße gab es für den 10-Minuten-Verkehr eine weitere Ausweiche im Verlauf der „Herner Straße“.

Am Ende der Bismarckstraße wurde die Endstelle in Höhe des Amtshauses der Gemeinde Baukau erreicht. Sie lag auf der Nordseite der Bismarckstraße und war mit einem Umfahrungsgleis ausgestattet.