ZUR UNIVERSITÄT

Vom 29. Mai 1979 an verkehrte die Gemeinschaftslinie in Bochum nicht mehr zum Bahnhof Dahlhausen sondern zur Ruhr-Universität und zur Endstelle Hustadt. Die Linie erhielt die Liniennummer 5, nach der Gründung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr dann die Nummer 305.

Grund für die Änderung des Linienweges war die Eröffnung des Stadtbahn-Vorlaufbetriebes zwischen Bochum Hauptbahnhof und Hattingen / Dahlhausen als Linie 8/18.

AUS IN RECKLINGHAUSEN

Am 10. Juni 1981 zeichnete sich die Einstellung des Straßenbahnverkehrs bei der Vestischen Straßenbahnen GmbH ab. An diesem Tag wurde die Wendeschleife am Bahnhof Recklinghausen stillgelegt. Unmittelbar darauf wurden die Gleise demontiert.

Wolfgang R. Reimann fotografierte am 9. April 1982 die Linie 305 – hier mit Triebwagen 281 der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG – noch einmal an der Stelle, an der sich einst der Betriebshof Recklinghausen-Süd der Straßenbahn Herne – Baukau – Recklinghausen befand. Im Hintergrund ist die Trasse der Autobahn A 2 zu erkennen:

Auch das Titelbild dieses Kapitels wurde von Wolfgang R. Reimann aufgenommen: Triebwagen 370 hat am 3. Oktober 1982 noch einmal die Endstellenanlage Bochum-Hustadt angefahren und ist jetzt wieder auf dem Rückweg nach Recklinghausen Hauptbahnhof.

Einen Tag später, am 4. Oktober 1982 stellte die Vestische Straßenbahnen GmbH den schienengebundenen Nahverkehr vollständig ein.

Die Line 305 wurde zwischen Herne und Recklinghausen durch die Omnibuslinie 205 ersetzt. Den Wagenpark konnte die Vestische Straßenbahnen GmbH überwiegend in die nordfranzösische Metropole Lille verkaufen.

ABSCHIED IN HERNE

Mit der Eröffnung der U-Bahn-Linie U 35 am 2. September 1989 wurde auch in Herne der Straßenbahnverkehr eingestellt.

Der Bochumer Omnibusfahrer Gerhard Schnickmann fuhr im August 1989 nach Herne, um einige Erinnerungsfotos aufzunehmen. Dabei entstand eine ganz persönliche Bildserie.

  • Triebwagen 276 an der Endstelle in der Herner Bahnhofstraße.
    Foto Gerhard Schnickmann